Staphylococcus aureus

- eine ernst zu nehmende Gefahr
Das Bakterium Staphylococcus aureus ist gegen die meisten Antibiotika resistent und es breitet sich weiter aus. Als Gegenmaßnahme ist absolute Hygiene notwendig. Seine vorwiegenden Wirkungen sind in Wundinfektionen und in entzündlichen Prozessen der Atemwege zu finden.

Wirkungen und Auftreten

Staphylococcus aureus ist kugelförmig gebildet und es ist bei jedem dritten Menschen zu finden. Sein Aufenthaltsort sind Haut und Schleimhäute. Wer gesund ist, erleidet keinen Schaden durch das Bakterium, da es zur üblichen Keimflora der Haut zählt. Das kugelförmige Staphylococcus aureus Bakterium kann allerdings bei immungeschwächten Menschen zu dauerhaften Wundinfektionen und Blutvergiftungen führen. Wenn Wunden nicht heilen wollen oder andere entzündliche Prozesse monatelang nicht ausheilen, ist meistens das Staphylococcus aureus Bakterium beteiligt. Furunkel und andere Hautinfektionen sowie Muskelerkrankungen, Lungenentzündungen und toxische Schock Syndrome können weitere Folgen sein. Das Bakterium kann sich auch in Lebensmitteln befinden und es kann sich darin vermehren. Durch die Vermehrung entstehen Enterotoxine, die zu Erbrechen und Übelkeit führen können. Selbst stillende Mütter können den Erreger übertragen, wenn ihre Brustdrüsen entzündet sind und Abszesse auftreten.

Das multi resistente Staphylococcus aureus breitet sich aus

Das größte Problem des kugelförmigen Bakteriums ist seine Resistenz gegen viele Penicilline und Antibiotika. Diese Resistenz wird auch als MRSA bezeichnet. Ein weiteres Problem ist die zunehmende Verbreitung des Bakteriums. Es ist von Fachleuten eine Zunahme der Verbreitung von zwei Prozent auf 25 Prozent innerhalb der letzten Jahre zu verzeichnen. Die Verbreitung des Bakteriums begann in den Krankenhäusern. Waren Patienten davon betroffen, so nahmen sie das Bakterium mit nach Hause, von wo aus es sich auch außerhalb der Krankenhäuser verbreiten konnte. Anfänglich wurde es nur von Mensch zu Mensch übertragen. Heute ist die Verbreitung bereits auf Tiere und dabei vor allem auf Schweine sichtbar geworden. Mastitis ist die häufigste Wirkung bei den Tieren.

Therapie

Es wird versucht, mit sog. Reserveantibiotika, zu denen Vancomycin, Tigecyclin, Daptomycin und Dalfopristin zählen, gegen die Infektionen mit Staphylococcus aureus vorzugehen. Der Wirkstoff Linezolid wird nicht mehr eingesetzt, da es zu erhöhter Sterblichkeit bei seiner Anwendung kam. Dennoch sind die Therapieerfolge langwierig und schwierig. Die beste Therapie ist ein gesundes Immunsystem.

Das Staphylococcus aureus Bakterium

Das grampositive Staphylococcus aureus Bakterium ist traubenförmig angeordnet und zählt zu den Haufenkokken. Das Vorkommen des ca. 1 µm großen Bakteriums ist überall in der Natur zu beobachten. Beim Menschen befindet es sich vorwiegend auf der Haut und in den oberen Atemwegen, am häufigsten in der Nase. Erst bestimmte begünstigende Bedingungen machen aus der asymptomatischen Besiedelung eine Gesundheitsgefahr. Dazu zählt insbesondere ein geschwächtes Immunsystem.

Schutz vor dem Staphylococcus aureus

Antiepidemische Schutzmaßnahmen werden in Krankenhäusern erforderlich. Entweder können Patienten in Krankenhäusern isoliert oder zusammengelegt werden. Grundsätzlich ist eine korrekte und gründliche Desinfektion der Hände von Ärzten und Pflegepersonal notwendig. Auch Einmalhandschuhe, Mundschutz und Schutzkleidung kann die Verbreitung in Krankenhäusern deutlich eindämmen. Das bedeutet, dass auch Krankenhausbesucher sich am besten durch eine Händedesinfektion schützen können. Auch für den Transport von Patienten mit MRSA sind diese Schutzmaßnahmen für Personal und Transportfahrzeugen notwendig. In manchen Ländern wird Screening empfohlen. In Deutschland wird das Screening lediglich bei chronisch Pflegebedürftigen und bei epidemischen Ausbrüchen eingesetzt.

Abhilfe

Neben diesen Schutzmaßnahmen sollte weder rohes Fleisch verzehrt werden noch sollte rohe Milch an Kleinkinder gegeben werden. Auch bei den Gaben von Antibiotika in Krankheitsfällen, die nicht unbedingt Antibiotikagaben erfordern, können wirksame Schutzmaßnahmen ergriffen werden. Hierbei können erfahrene Mikrobiologen eingesetzt werden. In Krankenhäusern sollten die Schutzmaßnahmen ernst genommen werden. In anderen Ländern werden an dieser Stelle weitaus sorgfältigere Schutzmaßnahmen wie das Screening aller Personen ohne vorhandene Krankheitssymptome unter der Fachaufsicht von Hygienefachleuten standardisiert angewendet.

Foto von Staphylococcus aureus

Staphylococcus aureus Zellen des Staphylococcus aureus Bakteriums in 50.000-facher Vergrößerung.
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Nase Nase, einer der häufigsten Orte an denen ein Mensch das Bakterium beheimatet.

Antibiotika Antibiotika, ein Medikament gegen das Staphylococcus aureus häufig resistent ist.

Einmalhandschuh Einmalhandschuh, ein wichtiges Hilfsmittel um die Verbeitung des auf der Haut des Menschen lebenden Bakteriums zu verhindern.

Mundschutz Mundschutz, wie der Einmalhandschuh ein wichtiges Hilfsmittel im Kampf gegen die Übertragung von Staphylococcus aureus.